Stellungnahme des HC DJK Konstanz zur geplanten Einschränkung der Sportförderung durch die Stadt Konstanz

Mit Verwunderung nahmen wir den Hinweis des Stadtsportverbandes Konstanz entgegen, dass die Stadt Einsparungen in der Sportförderung plant. Nachdem lange nicht klar war, was dies konkret für uns als Verein bedeuten würde erreichte uns nun der Maßnahmenkatalog, über den in Kürze im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Gemeinderat abgestimmt werden soll. Neben der Einführung von Nutzungsentgelten für die Trainingsstätten der Stadt, sollen Miet- und Pachtzuschüsse verringert werden und die erweiterte Jugendförderung (was etwa 50 % der gesamten Jugendförderung ausmacht) gestrichen werden.

Diese Maßnahmen stellen eine erhebliche Mehrbelastung der Konstanzer Sportvereine dar. Wir sind uns bestens bewusst, dass die aktuellen Krisen Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und Vereine zum Sparen zwingen und Einschränkungen unumgänglich machen. Die geplante Mehrbelastung steht unserer Ansicht nach jedoch in keinem Verhältnis. Viele Sportvereine sind nach den Jahren der Pandemie, sowohl finanziell als auch personell, deutlich schlechter aufgestellt als davor. Trotzdem sind wir Vereine uns unserer gesellschaftlichen Rolle jederzeit bewusst und tun alles, um im Rahmen der Möglichkeiten Aktiven, Kindern und Jugendlichen einen geregelten Sportbetrieb anbieten zu können. Die Folgen der Pandemie sind für uns dabei weiterhin spürbar und es erfordert größte Anstrengungen, alle Trainerstellen und ehrenamtliche Positionen im Verein adäquat zu ersetzen. Dies leisten die Vereine jedoch gerne und mit Selbstverständlichkeit.

Sollten die beabsichtigten Maßnahmen so umgesetzt werden, sehen wir unsere ehrenamtliche Arbeit bedroht. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist auch auf die Förderung der Stadt gebaut. Wir befürchten deswegen, sie im Falle der Durchsetzung einschränken oder teilweise sogar aussetzen zu müssen. Die genauen Folgen sind auch für uns noch nicht abzuschätzen. Wir können nicht ausschließen, dass wir aufgrund dieser Maßnahmen eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vornehmen müssen, um die finanzielle Mehrbelastung auszugleichen.

Ganz bewusst möchten wir deshalb mit dieser Stellungnahme an die Öffentlichkeit gehen, um für Unterstützung und Akzeptanz für unsere Anliegen in der Bevölkerung zu werben. Ebenfalls möchten wir uns direkt an die Fraktionen im Konstanzer Gemeinderat wenden, um Bewusstsein für diese Situation zu schaffen. Wir hoffen, dass sich auch andere Vereine uns anschließen.

Ausdrücklich bedanken möchten wir uns beim Stadtsportverband Konstanz, welcher hervorragende Arbeit leistet und die Interessen der Vereine über alle Sportarten hinweg gebührend vertritt. Jedoch stößt auch der Stadtsportverband an seine Grenzen, weswegen es umso wichtiger ist, dass die Sportvereine Stimme erheben und aufzeigen, wieso die geplanten Kürzungen der Stadt für uns inakzeptabel sind.

Mit sportlichen Grüßen
HC DJK Konstanz

Konstanz, den 15.11.2022

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