Das etwas andere Handballwochenende

SG Köndringen/Teningen II – HC DJK (SHV-Pokal) & HC DJK – HSC Radolfzell (BOL)

Ein Handballwochenende der anderen Art stand für die Karpfen am vergangenen Wochenende an. Mit dem Breisgauer Landesliga-Topteam der SG Köndringen/Teningen II und dem HSC Radolfzell, verlustpunktfreier Spitzenreiter und designierter Landesligist der kommenden Saison, hatte man innerhalb von 48 Stunden zwei ordentliche Brocken vor der Brust. Zunächst meinte es die SHV-Losfee offensichtlich nicht gut mit uns und bescherte uns als klassentiefere Mannschaft ein Auswärtsspiel im Viertelfinale. Der ungewohnte Freitag und die weite Anreise dürften dann wohl auch dazu beigetragen haben, dass der Kader alles andere als üppig besetzt war. Acht Spieler, darunter zwei Torhüter, drei Angeschlagene sowie Julian, der die letzten Jahre kein Handball von nahem gesehen hat, traten die Reise ins Breisgau an. Diese startet schon mit Schwierigkeiten mit dem fahrbaren Untersatz, so dass man erst 15 Minuten vor Spielbeginn in der Teninger Ludwig-Jahn-Sporthalle eintraf. Ganz unkompliziert ließ sich dann aber der Anstoß etwas nach hinten verschieben, so dass es noch für ein halbwegs vernünftiges Aufwärmen reichte. Den Karpfen gegenüber standen 14 hochmotivierte und größtenteils deutlich jüngere Spieler der SG. Als Ziel wurde schnell festgelegt, den Spaß in den Vordergrund zu stellen, sich nicht zu verletzten und bestenfalls unter 40 Toren zu bleiben. Alle Ziele wurden mit wehenden Fahnen erreicht! Fahnen in der Halle gab es dann zwar nicht, jedoch Plakate. Und die kamen zur Überraschung aller aus dem drei Mann starken HC DJK Fanblock der in den gesamten 60 Minuten für beste Stimmung in der Halle sorgte. Das Spiel, unter der Leitung der starken Schiedsrichter Wachter/ Krepper des TSV Alemannia Zähringen, ist dann schnell erzählt. Die Gastgeber spielten ihre Überlegenheit souverän aus und zogen völlig verdient ins Final4 ein. Doch auch auf Konstanzer Seite gab es in dem sehr fairen Spiel einige gelungene Aktionen zu bejubeln und alle Spieler konnten sich auf verschiedenste Art und Weise auszeichnen.

Die lange Anreise wollte man dann aber auch nutzen, um sich das schöne Freiburg noch etwas anzuschauen und so ging es nach dem Spiel und dem ein oder anderen hopfenhaltigen Kaltgetränk inklusive Fanblock noch in die Altstadt von Freiburg wo man bis in die späten Abendstunden die lokale Wirtschaft erfolgreich ankurbelte.

Lange verschnaufen konnte man aber nicht, sechs der Akteure waren nämlich schon am Sonntag gegen den HSC Radolfzell gefordert. Die Gäste pflügen ihrerseits seit dem ersten Spieltag unaufhaltsam durch die Liga, so war von Anfang an klar, dass sehr viel zusammenkommen muss, um dem HSC über 60 Minuten Paroli bieten zu können. Diese Hoffnung zerschlug sich dann nach einer in allen Mannschaftsteilen inakzeptablen ersten Hälfte. Umso erwähnenswerter ist die Leistung in der zweiten Hälfte. Mit einem völlig anderen Gesicht spielte man endlich guten Handball inklusive einer konsequenten Abwehr und einem kreativen Angriff. So trotze man den Gastgeber in der zweiten Halbzeit ein Unentschieden ab, was aber natürlich dennoch nicht reichte, um dem HSC ernsthaft nochmal gefährlich zu werden. Erwähnenswert sind neben den 27 erzielten Treffern aber allemal fünf gehaltene Siebenmeter und ein Tor in dreifacher (!) Unterzahl.

Zur Belohnung für das anstrengende Wochenende gibt es nun eine Woche ohne Spiel für die HC DJK-Herren bevor am 2. Februar der TuS Steißlingen III zu Gast sein wird. Hier soll dann auch wieder etwas Zählbares rausspringen um die jetzt schon beste Bezirksoberligasaison noch weiter zu verbessern.

Einfach oder zweifach spielten: Kornelius Luther, Joel Schamberger, Tom Fohler, Viktor Hirsch, Julian Schweinbeck, Thomas Buck, Simon Reinbold, Luca Knapp, Tim Kingreen, Simon Pasler, Fynn Ludwig, Christian Gerstner, Sander v. Bodegom, Michael Bärthele.

Bericht: LK

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